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Wattwanderung Kulturspuren

Am Deich des Bupheverskoog

Die Reste alter Siedlungen im Watt

Pellworm ist eine relativ junge Insel und entstand erst nach der Sturmflut von 1632 aus .einem Teil der ehemaligen Insel Strand. Diese Insel Umfaßte damals das Gebiet zwischen Pellworm, Nordstrand und den Halligen. Die gesamte Insel bestand aus gutem Marschland, einem ergiebigen Ackerboden. Durch die Deiche geschützt, erlangte die Insel Strand einen ziemlichen Wohnstand. Allerdings hielten die Deiche der Sturmflut von 1632 nicht stand und die gesamte Insel wurde überflutet. Ein kleiner Teil des Land, das heutige Pellworm und Nordstand konnten wieder eingedeicht werden, aber das Gros lag dauerhaft unter der Wasserlinie und mußte aufgegeben werden. Die Wattwanderung beginnt am Badestrand Bupheverskoog, dieser Koog wurde erst am Anfang unseres Jahrhunderts eingedeicht. Zuerst geht es ein Stück dem Deich entlang, bei gutem Wetter kann man von hier aus alle Halligen sehen. Danach geht es hinunter zu den Buhnen. Diese dienten dem Küstenschutz und der Neulandgewinnung. Während der Flut überspült das Wasser die Buhnen, der feine Sand und andere Grobstoffe senken sich und werden beim Ablauf des Wassers durch das Flechtwerk zurückgehalten. So entsteht im Laufe der Jahrzehnte Land. Beim Deich ist der Boden noch fest, hier auf den Salzwiesen kommt schon die erste Pioniervegetation zum Vorschein. Aber weiter draußen, ist noch alles Schlamm, hier wird die Wattwanderung dann auch ziemlich schwer, weil der zähe Schlamm die Schuh ansaugt und am sehr tief versinkt. Nach ca 15 Minuten haben wir dann das offene Watt erreicht, wo der Boden etwas fester wird. Nun geht es zu den Kulturspuren. Herr Bahnsen ist ein Hobbyarchäologe auf Pellworm und hat mit Hilfe alter Karte viele Überreste der alten Siedlungen gefunden.. Die Deiche und Entwässerungsgräben sind zwar abgeflacht, aber noch sichtbar und die ehemaligen Äcker sind noch mit Kulturland bedeckt, das aber durch die ständige Flut sehr glitschig ist, so das das gehen viel Mühe macht. Aber die Spuren früherer Besiedelung sind unübersehbar - teilweise sind sogar noch die Reste von Mauerwerk und alte Brunnen vorhanden. Nach insgesamt rund 1 1/2 Stunden machten wir uns wieder auf den Rückweg und erreichten bald wieder das feste Land, die Salzwiesen.  Die Wanderung Kulturspuren war sehr interessant, aber auch sehr anstrengend gewesen.
Ausgangspunkt Abgangsstelle Badestelle Bupheverskoog
Dauer
ca. 2 Stunden
Anforderungen mittelschwere Wanderung, da der Wattuntergrund sehr schmierig ist und teilweise kein fester Stand möglich ist.
Wegmarkierung Keine, auf Wattführer verlassen
Einkehrmöglichkeiten
keine
Besonderheiten Die Wattwanderung sollte nur mit einem ortskundigen Wattführer durchgeführt werden, Termine für Wattwanderungen werden am Tourismusamt veröffentlicht und stehen im Veranstaltungsplan. Diese Wattwanderung wird von Herrn Bahnsen durchgeführt
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